HomeImpressumKontakt
   
   
   
 
 
 
 
 
 
 
   
 

Wettkampfklassen und Prozentsystem:

 

„Die Klassifizierung bleibt ein heißes Eisen im Behindertensport. So wenig Klassen wie möglich (zur besseren Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit), so viel wie nötig (der Fairness den Athleten halber) – so lautet die derzeitige Zielrichtung. Grundsätzlich bemüht man sich darüber hinaus auch um die Bezeichnung „Wettkampfklassen“ gegenüber dem Jahre lange gebräuchlichen Begriff „Schadensklasse“. Damit soll der Wettkampfcharakter im Behinderten-Spitzensport gegenüber den Faktor der Behinderung in den Vordergrund gestellt werden. Allenthalben wird nach eigenen Bewertungssystemen gesucht, die Leistungen untereinander vergleichbar machen. Doch wird man damit den Menschen mit einer Behinderung gerecht? Zweck der Klassifizierung ist es, viele Menschen am Wettkampfsport zu beteiligen. Dieses Ziel sollte man bei allen Bemühungen nicht aus den Augen verlieren.“ (Horst Strohkendl auf der Homepage des Deutschen Behindertensport-Verbandes e.V.)

Klassifizierung
Die Handicaps, die Menschen mit einer Behinderung beim Sporttreiben haben, sind sehr vielfältig: Sehgeschädigte und Blinde haben ein anderes Handicap als Körperbehinderte. Beinbehinderte benutzen Prothesen oder einen Rollstuhl beim Sport. Selbst die Armbehinderten sind eine inhomogene Gruppe, auch wenn die Beine bei allen voll funktionsfähig sind. Schließlich fehlt noch die Gruppe der spastisch Gelähmten, bei denen die Koordination von Muskeln gestört ist. Die Vielfalt der Behinderungsarten und Behinderungsformen hat zur Auswahl spezifischer Sportdisziplinen und zur Anwendung eigener Klassifizierungssysteme geführt. (Übersicht der Wettkampfklassen)

Prozentsystem
Im Bereich Ski nordisch und Biathlon wurde mit dem sogenannten Prozentsystem ein Weg gefunden, um von den vielen Startklassen wegzukommen. Gab es in der Vergangenheit bei einem Wettkampf 12 Weltmeister oder Paralympicsieger und das jeweils bei den Frauen und den Männern, gibt es künftig nur noch jeweils 3 Sieger. Bei den letzten Paralympics in Salt Lake City wurden bereits 50 Prozent der Wettbewerbe nach diesem System entschieden. Bei den Weltmeisterschaften 2003 in Mitteltal-Obertal gab es bei allen Entscheidungen nur noch drei Sieger(innen).


Innerhalb der drei gebildeten Klassen werden die Leistungen nach Prozenten gewichtet und dadurch vergleichbar gemacht. Theoretisch ist dadurch auch denkbar, am Ende nur einen Sieger bei Frauen oder Männern zu ermitteln. Die unterschiedlichen Streckenprofile und damit sich ändernden Anforderungen an die verschiedenen Behindertenarten lassen derzeit für alle faire Ergebnisse aber (noch?) nicht zu.

Prozente Saison 2005/2006

Prozente Saison 2004/2005

Prozente Saison 2003/2004

 


  
Gästebuch
  
Impressionen
Bilder und Eindrücke
   Pressedienst
  
 
 
 
 
© Verein zur Förderung des nordischen Behinderten-Skilaufs Deutschland e.V.