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Wie würdest Du Deine Behinderung beschreiben?
Seit meiner Geburt bin ich aufgrund eines Beruhigungsmittel (Contergan) den oberen Extremitäten behindert. Mein linker Arm besteht aus einem einzelnen Finger, der ca. 20 cm lang ist, der rechte Arm besteht aus dem Oberarm mit einer Länge von ca. 18 cm, Unterarm bestehend aus zwei Fingern, der ca. 13 cm lang ist (ohne Greifmöglichkeit).
Beschreibe bitte die Einstellung zu Deiner Behinderung.
Ich habe meine Behinderung von Anfang an akzeptiert und habe mir im Laufe der Jahre ein gesteigertes Selbstbewusstsein erarbeitet, was mir im Umgang mit anderen Menschen und der Öffentlichkeit enorm erleichtert hat.
Hast Du ein „Lebensmotto“? Wenn ja, wie lautet es?
Lebe jeden Tag sehr bewusst und genieße das Leben! Andere sagen über mich: Ich sei froh und heiter und Glück sei mein Begleiter.
Wodurch bist Du motiviert Leistungssport zu betreiben?
Durch einige „Idole“ in der Öffentlichkeit des Behindertensports bin ich aufmerksam auf diese Möglichkeit geworden, selbst im Behindertensport tätig zu werden. Im Laufe der Jahre habe ich erhöhte Motivation im Feedback meines persönlichen Umfeldes und in meinen eigenen sportlichen Erfolgen gefunden.
Spielt Deine Behinderung bei der Motivation für den Sport eine Rolle?
Nein. Aufgrund meiner angeborenen Behinderung bin ich nicht in der Lage, diesen Punkt aus einer anderen Perspektive zu beurteilen.
Welche positiven Veränderungen hat es durch den Sport in Deinem Leben gegeben?
Im Vordergrund stehen für mich stärker erworbenes Selbstbewusstsein sowie eine Art Selbstbestätigung. Im Großen und Ganzen hat sich meine gesamte Persönlichkeit ins Positive entwickelt und mir somit das alltägliche Leben erheblich erleichtert. Ein weiterer Vorteil ist das Zusammentreffen mit anderen Nationen und das Kennenlernen verschiedenster Länder.
Was ist „Dein schönstes Erlebnis“ aus der Zeit im Sport?
1996: erste Teilnahme an einer WM mit sofortigem Erfolg als Vizeweltmeister.
1997: Reise (EM) nach Tobolks (RUS) Herzlichkeit / Anteilnahme trotz armer Verhältnisse
Wenn Du jemanden für den Leistungssport begeistern wolltest, was würdest Du sagen?
Ich würde zuerst einmal jeden begeisterten Sportler in seinem Vorhaben bestärken, jedoch sollte man seine Möglichkeiten realistisch einschätzen, aber sich nicht frühzeitig entmutigen lassen. Es ist auf jeden Fall lohnenswert für die eigene Persönlichkeit und die richtige Einschätzung eigener Schwächen und Stärken.
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