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Neben den Auftritten seiner Starter bei den Paralympics in Turin hatte Bundestrainer Werner Nauber bei den internationalen deutschen Meisterschaften in Isny an allen drei Wettkampftagen auch die jugendlichen Starter fest im Blick. Unter den in erster Linie von Nachwuchstrainerin Melanie Kirchner langsam aufgebauten Talenten ragte einer besonders hervor: "Martin Fleig werden wir schon im Hinblick auf Weltcupeinsätze im nächsten Jahr im Auge behalten", kündigte Werner Nauber mit Blick auf den jungen Schlittenfahrer an. In allen drei Wettbewerben holte Fleig in der Jugendklassen den Sieg, musste sich jeweils aber erst in einem harten Zweikampf mit Thomas Wiest behaupten. War sein Vorsprung im Biathlon mit 41, 5 Sekunden noch recht deutlich, musste er sich im Kurzstreckenrennen über 1,5 Kilometer schon mächtig ins Zeug legen, um sein Polster von 8,1 Sekunden ins Ziel zu retten. Am letzten Tag lag er nach 4 Kilometern schließlich 16,8 Sekunden vor seinem Dauerrivalen.


In allen Rennen in seiner absoluten Zeit etwas langsamer war der Juniorensieger Benedikt Hillerkuß. Der Freudenstädter startete bisher hauptsächlich in Schwimmwettbewerben und hat erst in den letzten Wintern etwas Erfahrung auf Schnee gesammelt. In der stehenden Jungenklasse setzte sich im Biathlon und über 4 Kilometer der Bayer Michael Lößel durch. In einem äußerst spannenden Kurzstreckenrennen hatte er dagegen das Nachsehen gegenüber dem Titelträger Severin Bremer und Vizemeister Samit Demiral. In den B-Klassen lieferten sich Bestfort Krasniqi und Andre Bader in allen drei Rennen einen harten Kampf um den Sieg. Ganz knapp ging es dabei im Biathlon zu. Das bessere Ende hatte mit einem Minimalvorsprung von 0,8 Sekunden Krasniqi für sich, der etwas besser traf. Krasniqi gewann mit Begleitläufer Michael Huhn auch im 4 Kilometer-Rennen, während über die Kurzstrecke das Gespann Andre Bader/Lars Kreiselmeier mit sieben Sekunden die Nase vorne hatte.

Ähnlich verhielt sich das Kräfteverhältnis bei den Mädchen. Im Schlitten stand zwei Siegen von Esther Simon stand ein Erfolg von Anja Wicker gegenüber. In den B-Klassen setzte sich im Biathlon Clara Klug durch, während Sandra Lichtwardt zusammen mit Begleitläuferin Marja-Lisa Höfle die beiden anderen Rennen auf Platz eins beendete. Ohne Konkurrenz war zumeist in der stehenden Klasse Nicola Salomon. Nicht nur die eigentlichen Wettbewerbe, sondern der enge Kontakt mit den deutschen Spitzenläufern und Teilnehmern aus dem Ausland war eine große Bereicherung für die knapp 30 Starter der Jugendklassen. In den derzeitigen Nachwuchs-Zentren Freiburg und Isny wird die Arbeit an den Talenten jetzt weiter gehen. Nach den Planungen von Werner Nauber und Melanie Kirchner soll es möglichst bald weitere Angebote, möglichst auch in den neuen Bundesländern, geben.
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