Zum zwölften Mal trafen am letzten Juni Wochenende die deutsche Skisprung-Nationalmannschaft und die deutsche nordische Behinderten-Nationalmannschaft aufeinander. In einem spannenden und interessanten Spiel siegte am Ende das Team der Behinderten mit 2:1. 28.000 € kamen für den Förderverein zusammen.
1000 Zuschauer im badischen Fischerbach sorgten einmal mehr für ein tolles Ambiente. So strahlten auf dem Sonnendach des Kinzigtal nicht nur die Ausrichter des FC Fischerbach und die beiden Mannschaften um die Wette, sondern auch die Verantwortlichen des Fördervereins für den nordischen Behinderten-Skilauf in Deutschland. Am Ende konnte die Crew um die beiden Organisatoren Patrick Knupfer und Thomas Dorer eine Spendensumme von fantastischen 28.000,- € an den Vorsitzenden Roland Frey übergeben.
Doch nicht nur abseits, auch auf dem Platz konnte das Team der Behinderten als Sieger den Tag und die anschließende „Nacht der Adler“ genießen. Mit 2:1 besiegte die Elf um die Paralympicsieger Thomas Oelsner und Axel Hecker gegen die Truppe von Martin Schmitt und Michael Neumeyer mit 2:1.
Bereits zur Halbzeit führten die Behinderten mit 1:0. Torschütze war Ralph Schmidt, der ehemalige Begleitläufer von Verena Bentele. Mit seinem Schuss aus 11 Metern ließ er Stefan Wessels, langjähriger Schlussmann beim FC Bayern München und dem 1. FC Köln, keine Chance.
Danny Queck, einer der Aktivposten bei den Skispringern, sorgte zu Beginn der zweiten Halbzeit für den verdienten 1:1 Ausgleichtreffer. KSC-Keeper Markus Miller, der sich wie Wessels und die Skispringer in den Dienst der guten Sache stellten, war nach zahlreichen guten Paraden zuvor diesmal machtlos.
Die Skispringer mussten übrigens auf Sven Hannawald (verletzt) und Georg Späth (nach Kreuzbandriss noch nicht beim Fußball aktiv) verzichten. Beide waren jedoch trotzdem nach Fischerbach gereist und unterstrichen damit eindrucksvoll die Bedeutung des Benefizspiels.
Michael Uhrmann musste leider auf eine Teilnahme verzichten. Er war beim Skispringen bei seinem Heimatverein in Rastbüchel.
Im weitern Spielverlauf hatten beide Teams zahlreiche Möglichkeiten einen weitern Treffer zu erzielen, doch entweder die guten Torhüter oder Pech im Abschluss verhinderten mehr Tore.
Als sich alle schon auf ein Unentschieden eingestellt hatten, schlug der Moment von Begleitläufer Florian Grimm. Aus 18 Metern nahm er Maß und der Ball schlug unhaltbar für Wessels im Tor ein.
Nach der 4:6 Niederlage im Vorjahr in Meppen, war die Revanche für die Behinderten perfekt.
Im Rahmen des Spiels wurde Schiedsrichter Hans Wolf für sein ehrenamtliches Engagement für die Behinderten geehrt. Roland Frey und Martin Haag ernannten Wolf zum Ehrenmitglied des Fördervereins. Seit 1999 leitete er insgesamt 10 der 12 Benefizspiele.
(Jens Zimmermann - 28.06.2009)
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