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Benefizspiel zwischen Skispringern und Behinderten am 18. Juni 2005 in Isny

 


Hanni ist zurück – für 90 Minuten und die gute Sache
Benefizspiel der Skispringer zum achten Mal erfolgreich / 40.000 Euro Erlös

Neun Tore, 40.000,- € Erlös für die Förderung des Behindertensports und viel Spaß und gute Laune – das Benefizspiel der Skisprung-Nationalmannschaft gegen die deutsche nordische Behinderten-Nationalmannschaft war wieder ein voller Erfolg.

Die Heimat des deutschen Cheftrainer Peter Rohwein und von Skisprung-Jungstar Maximilian Mechler, der idyllische Ferien- und Wintersportort Isny im Allgäu, war diesmal der Austragungsort für die bereits achte Auflage des Benefizspiels zwischen den deutschen Adlern und den deutschen Behindertenlangläufern. Der komplette A-Kader des DSV war gekommen, um sich wieder in den Dienst der guten Sache zu stellen. Auch

Sven Hannawald kehrte in den Kreis der Skisprung- Nationalmannschaft zurück - wenn auch nur für 90 Minuten und für ein Benefiz-Fußballspiel.


Hannawald ist genau wie Vierfach-Weltmeister Martin Schmitt Ehrenmitglied in der Behinderten-Mannschaft: «Das ist für uns kein Pflichttermin, sondern ein Freundschaftsdienst», sagte Schmitt vor dem Spiel.

Und genauso gingen die Springer die Partie an, mit vollem Einsatz und Engagement. Doch auch die Behinderten waren voll motiviert. „Wir wollen unseren ersten Sieg“, betonte Paralympicsieger Josef Giesen. Bislang gab es vier Siege für die DSV-Jungs und drei Unentschieden. Doch auch beim achten Aufeinandertreffen wurde es nichts mit einem Erfolg der Behindertensportler. Vor allem einem sehr lauffreudigen und spielstarken Sven Hannawald und den Offensivkräften Martin Schmitt und Michael Uhrmann war es zu verdanken, dass die Adler auch diesmal als Sieger vom Platz gingen.

Das Torfestival eröffnete Sven Hannawald in der ersten Halbzeit. Martin Schmitt erhöhte vor der Pause noch auf 2:0. Ein Doppelschlag von Christian Holterhaus, 17-jähriger Nachwuchslangläufer der Behinderten-Mannschaft, sorgte nach dem Wechsel für den zwischenzeitlichen 2:2 Ausgleich. Der Isnyer Nachwuchsspringer Harald Prinz erzielte die neuerliche Führung für die Adler mit seinem Treffer zum 3:2, ehe Michael Uhrmann das 4:2 besorgte. Doch das DBS-Team kam durch ein Eigentor auf 4:3 heran. Sven Schmidt, Chefskitechniker stellte den alten Abstand wieder her und traf zum 5:3. Christian Holterhaus war es schließlich vorbehalten mit seinem dritten Treffer den 5:4 Endstand zu markieren.

Gewinner waren die Behinderten dennoch. Insgesamt kamen rund 40.000,- € in die Kasse des Förderverein für den nordischen Behinderten-Skilauf in Deutschland e.V.

„Das ist super, dass wieder so hohe Summe zusammenkam“, freute sich Sven Hannawald. Der Hinterzartener blieb auch noch zur abendlichen „Nacht der Adler“, der SWR3 DanceNight auf dem Marktplatz in Isny. In einer Gesprächsrunde beantwortete er gemeinsam unter anderem mit Alexander Herr, der trotz seiner Knieverletzung ebenfalls gekommen war, noch ein paar Fragen und schrieb den ganzen Tag, wie alle anderen deutschen Springer auch, geduldig und gut gelaunt Autogramme.

Der Klassiker unter den Benefizspielen war wieder ein gelungenes Fest in der Vorbereitung auf die neue Saison. „Für uns ist das ein fester, liebgewonnen Bestandteil in unserem Terminkalender“, erklärte Martin Schmitt.

Im Juni 2006 steigt der neunte Vergleich. Dann voraussichtlich in der Nähe von Offenburg / Baden.

Bilder: © Ulrich Wagner

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