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Schwierige Bedingungen in Goms:

 


Keineswegs optimal stellte sich noch Mitte Dezember die Schneesituation für die Teilnehmer des Trainingslehrgangs im Goms (Schweiz) dar. Erstmals trugen die deutsche und die schweizer Nationalmannschaft ein gemeinsames Trainingslager.

Die deutsche Mannschaft

Die schweizer Mannschaft

Das Langlauf-Paradies im Wallis, zum wiederholten Mal Ziel der deutschen nordischen Behinderten-Skinationalmannschaft in der unmittelbaren Saisonvorbereitung, hatte nur eine dünne und harte Schneauflage zu bieten.

Zum Abschluss des einwöchigen Lehrgangs starteten die Teilnehmer dennoch zusammen mit einigen Schweizer Athleten einem Testwettkampf über 10 Kilometer in der freien Technik. Eine sehr gute Frühform zeigte dabei Michael Bentele, der das kombinierte Rennen der Blinden und Körperbehinderten in 29:36,0 min klar vor Willi Brem (31:39,9 min) und Jörg Baldauf (34:21,1 min) für sich entschied. Bei den Schlittenfahrern kam hinter Bruno Huber der Routinier Michael Weymann (36:19,7 min) vor Peter Müller (37:28,3 min) auf Platz zwei. Sechster wurde der dritte Freiburger Klaus Kleiser. Beim ersten Wettbewerb der Saison, den Europacup-Rennen in Rinn (Österreich), werden die Trainingseindrücke in zwei Rennen überprüft. Am 27. und 28. Dezember stehen dabei in Tirol ein Sprint und ein Jagdrennen über die Kurzstrecke auf dem Programm.

Bei strahlendblauem Himmel und Sonnenschein war vom 7. bis 14. Dezember 2oo3 im schweizerischen Oberwald/Goms das unverkennbare Hop-hop, Lachen und Anfeuerungsrufe zu hören. Insider hatten das zackige Hop-hop schnell zugeordnet, mit diesen Rufen feuerte Günther Lerchner genannt Mecki, seine Schützlinge im Schlitten an. Beim näherem Hinsehen waren dann Martin Fleig, Thomas Wiest und Ralf Löffler zu entdecken wie sie sich Hügel empor arbeitenden. Nicht immer gelang dies auf Anhieb, so dass dann das rückwärts Abfahren geübt wurde. Doch die 3 Nachwuchs-Schlittenfahrer ließen nicht locker und mit jedem Tag kamen sie weitere Hänge hoch und dann vorwärts wieder unter.

Daneben erkundeten sie mit ihrem Trainer das Tal von Ulrichen und Reckingen mit Nebenstrecken und trainierten somit die Ausdauer. Ein ähnliches Programm erlebten die 3 sehbehinderten Sportlern unter der Leitung des mehrfachen Paralympicssiegers Axel Hecker. Im morgendlichen Kühlschrank, bis 10°C minus, wurden Gleichgewichtsübungen mit und ohne Stöcke gemacht. Auch Rollerfahren auf Skier ist möglich! Christin Luck, Sebastian Riese und David Wenzel waren prima motiviert, liefen die Hügel hinauf und genossen es dann diese auch wieder runterzufahren.

Lachen und Anfeuerungsrufe wurden laut als „Komm-mit-Lauf-weg“ gespielt wurde. Alle gaben ihr Bestes und wir hatten jede Menge Spaß!

Am vorletzten Tag wurde es dann doch noch Ernst, denn ein Testrennen stand auf dem Programm. Nach einer offiziellen Startnummer-Auslosung gingen die 6 Sportler mit einer Minute Abstand auf die 3 km lange Strecke.

Es gab einige packende Szenen im Rennverlauf und das Ergebnis bei den sehbehinderten Läufern war denkbar knapp mit lediglich 9 Zehntel Vorsprung konnte David Wenzel das Rennen vor Sebastian Riese entscheiden! Bei den Schlittenfahrern spielte Martin Fleig seine Routine vor dem Newcomer Thomas Wiest aus. Doch das Ergebnis lässt auf zukünftige spannende Wettkämpfe hoffen.

Der krönende Abschluss des Lehrgangs war aber das Staffelrennen des kompletten Teams. Fünf Teams mit je 3 Läufer gingen an den Start. Als Staffelstab wurde die Mütze genutzt, die die Läufer in der Wechselzone weitergaben.

Ein Team ging klar in Führung, aber dahinter gab´s einen Kampf um die Plätze. Alle 15 Starter gaben ihr Bestes, aber bei allem Ernst stand die Gaudi im Vordergrund.

Hat dich der Bericht angesprochen? Hast du Lust dir die Skier anzuschnallen? Möchtest du 2oo4 dabei sein, wenn es wieder heißt: Oberwald wir kommen!? Dann nehme Kontakt auf mit: Sandra und Axel Hecker, e-mail: as.hecker@t-online.de oder Michael Weymann, e-mail: michwey@aol.com

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