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Livigno 2004:

 


"Der Zustand der Mannschaft lässt im Verlauf des Winters auf gute Resultate hoffen; alle sind gut vorbereitet." Ein positives Fazit der bisherigen Vorbereitung der deutschen nordischen Ski-Behindertensportler zog zum Jahreswechsel die neue Trainerin Melanie Kirchner.

Beim Lehrgang in Livigno fanden die Mitglieder der Nationalmannschaft, wie bereits zuvor in Norwegen, gute Bedingungen vor. »Die Schneehöhe war zwar an der Grenze, aber wir haben etwas geschaufelt und am Ende war die Strecke gut präpariert, so Melanie Kirchner zu den Verhältnissen. Dazu fand sich in Livigno auch noch einen Schießstand, so dass auch das Biathlon-Training wie geplant durchgeführt werden konnte.

Bis auf die zusammen mit Franz Lankes in Ruhpolding trainierende Verena Bentele war dabei der komplette Kader versammelt. Zusammen mit den Begleitläufern Uli Zipfel und Thomas Friedrich, Betreuer Sepp Gattinger und den beiden Physiotherapeuten Josef Plenk und Egon Maier zeichnete Melanie Kirchner für das Trainingslager verantwortlich. Zum Laktattest reiste zusätzlich der Mannschaftsarzt Dr. Andreas Schmid an.

Trotz der an diesem Tag herrschenden Temperaturen von bis zu minus 13 Grad fielen die Untersuchungen zu seiner Zufriedenheit aus, "auch wenn mir derzeit noch die Spritzigkeit fehlt", wie Biathlon-Weltmeister Josef Giesen nach der intensiven Vorbereitung feststellte.

Unterschiedlich verlief in Livigno der "Schnupperkurs" für zwei erfolgreiche Sommersportler, die beim Lehrgang im Hinblick auf mögliche spätere Starts ersten Kontakt zur Mannschaft aufnahmen. Während der Radsport-Paralympicsieger Michael Teuber bereits am zweiten Tag wegen einer großen Blase am Schienbein vorzeitig abreisen musste (Melanie Kirchner: "er hatte für das Skilaufen ungeeignete Prothesen dabei"), merkte man dem Rollstuhlfahrer Robert Figl die bereits gesammelten Erfahrungen im eigenen Schlitten an. "Er hat sich sehr gut geschlagen und auch beim Testwettkampf am letzten Tag teilgenommen", freute sich die Trainerin.

Individuell bestreiten sich die Mitglieder der Nationalmannschaft jetzt auf den ersten wichtigen Wettkampf der Saison vor. Bei den Pre-Paralympics in Pragelato (Italien) vom 26. bis 28. Januar will man vor Ort nicht nur wichtige Erkenntnisse für die Winter-Paralympics 2006 sammeln. Die Rennen gelten zugleich als einzige Qualifikation für die Weltmeisterschaften im März 2005 in Fort Kent (USA). Vorgesehen sind am 26. Januar ein Biathlon-Wettbewerb (Langdistanz), am 27. Januar ein Mittelstrecken-Rennen im klassischen Stil sowie am 28. Januar die Staffeln.

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