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Eigentlich ist er aus der Medienlandschaft des deutschen Behindertensports nicht wegzudenken. Nach 16 Jahren ehrenamtlicher Arbeit mit Herzblut und Leidenschaft sagt der „Herold“ der nordischen und alpinen Behinderten-Nationalmannschaft, Arno Schade, nun aber auf Wiedersehen.
Lillehammer, Nagano, Salt Lake City, Turin, Sydney, Athen die Paralympics der letzten Jahre gehörten für Arno Schade zu den Höhepunkten der Tätigkeit als offizieller Medienvertreter und zum Teil Pressesprecher des Deutschen Behinderten-Sportverbandes. Seit 1992 begleitet der Lokalsport Redakteur des Schwarzwälder Boten in Freudenstadt die nordischen, später auch die alpinen Behinderten.
1989 führte Arno Schade der Weg in die Redaktion des Schwarzwälder Boten, damals noch in der Stuttgarter Straße. Nach 10 Jahren bei der Rheinpfalz suchte und fand der Pfälzer im Schwarzwald eine neue berufliche Herausforderung. Kurze Zeit später lernte er bei einer Sportlerehrung Frank Höfle, den erfolgreichsten nordischen Behindertensportler der Welt, kennen, der ihm spontan das Amt des Pressesprechers der Nationalmannschaft anbot. Nach dem 1992 bei den Paralympics in Albertville aus beruflichen Gründen noch nicht klappte, vertieften sich in der Folgezeit die Beziehungen Schades mit der Behinderten-Nationalmannschaft. Damals standen mit Höfle, Theo Feger, Werner Dölker und Michaela Fuchs gleich vier Athleten aus dem Verbreitungsgebiet des Schwabo im Nationalkader. In Lillehammer 1994 war Schade dann erstmals in offizieller Mission als Pressesprecher des Deutschen Behinderten-Sportverbandes dabei. „Damals war alles noch familiärer“, erklärt der ehemalige Zehnkämpfer, der nach seinem Politik und Germanistikstudium eigentlich zunächst Lehrer werden wollte. „In Lillehammer fand der Übergang zur Professionalität statt, sicherlich hatte die Euro 1993 in Baiersbronn-Mitteltal auch einen großen Anteil daran“, so Schade.
Nach unzähligen Zeilen über den Behindertensport und erfolgreichen und arbeitsreichen Tagen im Kreise der Behinderten, die ihn zu sechs Paralympics, drei Weltmeisterschaften und drei Europameisterschaften geführt hat ist nun schluss.
„16 Jahre reichen um die Arbeit in jüngere Hände zu geben“, betont Arno Schade, der auch bei zwei Sommer-Paralympics für die deutschen Behinderten als Medienvertreter bzw. Pressesprecher vor Ort war. Auch wenn äußere Einfluss seine Entscheidung am Ende noch etwas beeinflusst haben, so wird er immer noch ein besonderes Auge auf den Behindertensport haben. „Mit Andrea Rothfuß und Tobi Graf sind zwei tolle Athleten aus unserem Gebiet. Über sie werden wir gerne intensiv und interessiert berichten“, so der passionierte und leidgeprüfte Fan des 1. FC Kaiserslautern.
Roland Frey, Vorsitzender des Fördervereins für den nordischen behinderten Skilauf mit Sitz in Baiersbronn, bedankte sich bei Arno Schade im Rahmen des Benefizspiels in Meppen mit einer guten Flasche Whiskey. „Arno war ein Wegbereiter für die verstärkte Medienpräsenz des Behindertensports. Mit seiner professionellen, unermüdlichen und engagierten Arbeit hat er einen maßgeblichen Anteil an der tollen Entwicklung bis hin zu Live-Übertragungen im Fernsehen von Paralympics“, dankte Frey dem scheidenden Pressesprecher!
(Jens Zimmermann 30.06.2008)
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