HomeImpressumKontakt
   
   
   
 
  Übersicht News
 
 
 
 
 
   
 

Der Weg nach Turin:
Harald Thauer

 


Das Wahnsinnsgefühl in Turin wiederholen

Harald Thauer will wie 2002 mit Edelmetall von den Paralympics zurückkehren

Auf den Punkt genau topfit fährt der Oberstdorfer Harald Thauer zu den Paralympics nach Turin. Der 41 jährige Holzfäller will gern seinen Coup von den Spielen 2002 wiederholen. In Salt Lake City gewann Thauer Bronze über 10 Kilometer.

„Das war einfach ein Wahnsinnsgefühl auf dem Stockerl zu stehen“, schwärmt Harald Thauer noch heute von der stimmungsvollen Siegerehrung in Soldier Hollow, dem Ort der nordischen Wettkämpfe 2002. Zwar war der dritte Platz nicht der erste große Erfolg in der Karriere des für die BSA Sonthofen startenden Oberallgäuers, doch „bei Paralympics ist es eben was ganz besonderes“.

Beruflich bedingt konnte Thauer im vergangenen Jahr die Vorbereitung auf Turin 2006 nicht so intensiv angehen wie er sich das gerne gewünscht hätte, doch der tolle Winter hat ihm die Möglichkeit gegeben mit vielen Schneekilometern einiges wieder aufzuholen. „Es ist wie immer, rechtzeitig zum Höhepunkt hin komme ich in Form“, freut sich der Doppel-Weltmeister von 2000. Den Abschlusslehrgang der Nationalmannschaft im italienischen Toblach konnte Thauer somit für den Feinschliff nutzen. Vor allem im Biathlon ist es ihm gelungen noch Kleinigkeiten zu verbessern. Einen großen Anteil daran hatte der neue Biathlon Cheftrainer des Deutschen Behinderten-Sportverbandes (DBS), Manfred Rauscher. Der ehemalige Jugendtrainer des dreifachen Olympiasiegers Michael Greis fährt als verantwortlicher Biathloncoach mit nach Turin. Thauer ist von der Arbeit des Nesselwangers begeistert. „Das hat uns alle noch ein Stück nach vorne gebracht“, betont der seit einem Unfall im Jahr 1989 an beiden Beinen behinderte Paralympicteilnehmer.

Die größten Chancen auf eine Wiederholung des Medaillengewinns sieht Thauer gleich im Auftaktrennen. Die 12,5 Kilometer Biathlon Langstrecke liegt ihm gut. Mit einem guten Schießergebnis und einem perfekten Lauf ist ein Platz unter den ersten fünf auf jeden Fall im Bereich des möglichen. Mit einem Quäntchen Glück kann es noch weiter nach vorne gehen, das hängt aber auch von der Tagesform und den Leistungen der Konkurrenten. Die stehende Klasse der Männer ist stark besetzt, auch im eigenen Lager. „Thomas Oelsner ist einer der Favoriten, hinzu kommen noch die Norweger und der Österreicher Michi Kurz – es wird spannend“, ist Thauer überzeugt.

Vier Rennen wird er in den ersten fünf Tagen bestreiten. Neben den Biathlon Entscheidungen über 12,5 und 7,5 Kilometer auch die Langlaufrennen über 5 und 10 Kilometer in der freien Technik. „Das wird ganz schön hart, doch wenn am Ende wieder dieses Wahnsinnsgefühl steht hat sich alles gelohnt“, erklärt Thauer.

 


  
Gästebuch
  
Impressionen
Bilder und Eindrücke
   Pressedienst
  
 
 
 
 
© Verein zur Förderung des nordischen Behinderten-Skilaufs Deutschland e.V.