HomeImpressumKontakt
   
   
   
 
  Übersicht News
 
 
 
 
 
   
 

Der Weg nach Turin:
Jörg Baldauf

 


Jörg Baldauf auf der Jagd nach dem Medaillentraum

Behindertenlangläufer aus Grünenbach nimmt in Turin an seinen dritten Paralympics teil

Vier Jahre hatte Jörg Baldauf auf das Ziel Paralympics hingearbeitet, in wenigen Tagen geht es los. Nach 1998 und 2002 nimmt der Zollbeamte aus Grünenbach bei Isny zum dritten Mal an den Winterspielen der Behinderten teil.

Der Focus geht auf den 19. März. In Pragelato steht die letzte Entscheidung bei den 9. Winter Paralympics an. Das Rennen über 20 Kilometer in der klassischen Technik. Für Jörg Baldauf könnte in diesem Rennen ein Traum in Erfüllung gehen. „Eine Medaille wäre super“, blickt Baldauf zuversichtlich in Richtung Turin. „Es muss alles zusammenpassen, doch auf der Langstrecke kann ich mir etwas ausrechnen.“

Auch im Biathlon zählt Baldauf zu den Anwärtern auf eine Topplatzierung. Der Europameister im 7,5 Kilometer Biathlon von 2001 könnte mit einem perfekten Schießergebnis für eine Überraschung sorgen. „Läuferisch bin ich in diesem Jahr im klassischen stärker, doch Paralympics haben ja ihre eigenen Gesetze – das musste ich ja auch schon leidvoll erfahren“, erklärt der Allgäuer.

Als Überraschungsvierter über 5 Kilometer kehrte Baldauf von den Spielen 1998 in Nagano nach Hause zurück. Nur um wenige Sekunden schrammte er bei seiner Paralympics Premiere in Japan an einer Medaille vorbei.

Edelmetall war somit das erklärte Ziel für seinen zweiten Auftritt bei Paralympics, den Wettkämpfen 2002 in Salt Lake City. Völlig verkrampft lief Baldauf in Soldier Hollow, dem Wettkampfort der Winterspiele in den USA, seiner Form hinter her. Ein 12. Platz stand am Ende als bestes Ergebnis zu Buche. Die Enttäuschung war groß.

Baldauf ist deshalb etwas geläutert was die eigenen Erwartungen anbelangt. „Ich setze mich nicht unter Druck“, so der Läufer des WSV Isny. „Na klar bin ich auf der Jagd nach meinem Medaillentraum, aber ich mach mich deshalb nicht verrückt.

Die Vorbereitung auf Turin 2006 lief für Baldauf so gut wie noch nie. Der lange, schneereiche Winter kam Baldauf hier ebenso zu Gute wie die Berufung von Werner Nauber zum Cheftrainer. Der ehemalige DDR-Langlauf Cheftrainer schreibt seit letzten Sommer die Trainingspläne für den Grünenbacher. „Werner hat mir noch mal einen guten Schub verpasst“, ist Baldauf von der Arbeit des Sachsen begeistert. Auf den zahlreichen Loipen in und um Isny konnte Baldauf seit Ende November perfekt trainieren. Oftmals spulte er sogar direkt an seinem Haus das Trainingspensum ab. Direkt vor dem Doppelhaus, das er seit vergangenem Jahr mit seinem Bruder bewohnt, geht eine anspruchsvolle Strecke vorbei. „Idealer kann man es nicht vorfinden“, schwärmt der Doppel-Europameister von 2001.

Die Grundlagen für eine erfolgreiche Paralympicteilnahme sind gelegt. Der Traum könnte Wirklichkeit werden. Ansonsten müsste die Jagd weitergehen. „Auch Vancouver 2010 ist noch ein Ziel“, blickt Baldauf bereits voraus. Doch zunächst steht Turin im Mittelpunkt und speziell im Blick, der 19. März, die Entscheidung über 20 Kilometer.

.
 


  
Gästebuch
  
Impressionen
Bilder und Eindrücke
   Pressedienst
  
 
 
 
 
© Verein zur Förderung des nordischen Behinderten-Skilaufs Deutschland e.V.