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Der Weg nach Turin:
Wilhelm Brem

 


Die Medaillenserie soll fortgesetzt werden.

An seinen vierten Paralympics nimmt in Turin Willi Brem teil, und bisher fuhr er nie ohne Edelmetall nach Hause. Sechs Mal durfte er in Lillehammer, Nagano und Salt Lake City insgesamt auf das Siegertreppchen steigen. Höhepunkte waren die beiden Biathlon-Siege 1998 und 2002.

Eine paralympische Premiere wird der 28-Jährige bei den Wettkämpfen in Pragelato dennoch erleben. Nach dem Rücktritt seines langjährigen Begleitläufers Olaf Gruhn folgt der glühende Fan des FC Bayern München jetzt den Kommandos von Ulrich Zipfel. Da passt es gut, dass der gebürtige Ketterschwanger mittlerweile als Physiotherapeut in Freiburg arbeitet und die Trainingszeiten mit dem Kirchzartener gut abstimmen kann.

"Die Vorbereitung auf den Winter ist sehr gut gelaufen", sieht Willi Brem daher auch gute Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Erfolgsserie bei Paralympics. Ohne Krankheiten oder Verletzungen konnte er seine Trainingseinheiten durchziehen und war auch bei den Weltcup-Rennen in Val di Fiemme und Lillehammer im Vorderfeld zu finden. Ein Sieg beim Europacup in Isny unterstrich seine gute Form, die im Trainingslager in Toblach noch gesteigert werden sollte. "Wir haben zunächst einen Ausdauerblock eingelegt und zusätzlich intensive Einheiten hinter uns gebracht", erläutert Ulrich Zipfel die unmittelbare Wettkampfvorbereitung unter der Regie von Bundestrainer Werner Nauber.

Mit dem Biathlon-Langstreckenrennen steht für Willi Brem bereits am ersten Wettkampftag der Paralympics ein großer Höhepunkt auf dem Programm. "Mein besonderes Augenmerk gilt schon den beiden Biathlon-Wettbewerben; im Langlauf sehe ich mich eher als aussichtsreichen Außenseiter", so Brem verschmitzt. Eine weitere Medaillenchance ergibt sich aus der möglichen Teilnahme in der deutschen Staffel, mit der er zuletzt bei der Weltmeisterschaft 2005 in Fort Kent (USA) Silber holte.

Eines aber haben die bisherigen Wettbewerbe des Winters bereits gezeigt: Die Konkurrenz in der Klasse der Sehbehinderten und Blinden im Kampf um die Medaillen ist groß. Etwa sechs bis acht Athleten werden jeweils um die Plätze auf dem Treppchen kämpfen. "Das wird eine interessante Sache", scheut Willi Brem die sportliche Auseinandersetzung mit Rivalen vom Schlag eines Brian McKeever, der starken Läufer aus Osteuropa und seinem ambitionierten Mannschaftskameraden Frank Höfle aber auch diesmal nicht.

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