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Mittelstrecke CL 31.01.2010

 
Tino Uhlig überrascht mit Platz sechs auf Mittelstrecke

(asa, 31.1.) Am letzten Tag der Weltcuprennen von Bessans machte neben dem achten Saisonsieg von Verena Bentele ein neuer Name im deutschen Team nachhaltig auf sich aufmerksam. Mit seinem sechsten Platz im Mittelstreckenrennen (klassischer Stil) erfüllte der Baiersbronner Tino Uhlig überraschend die Teilnorm zur Qualifikation für die Paralympics in Vancouver. Für den zweiten Treppchenplatz des Tages sorgte Frank Höfle (Isny).

"Sie kann's auch klassisch", war Bundestrainer Werner Nauber bezüglich der Fähigkeiten von Verena Bentele immer sicher gewesen. Mit ihrem neuen Begleitläufer Thomas Friedrich setzt die Studentin diese Einschätzung jetzt auch in den Rennen perfekt um. Mehr als eine halbe Sekunde nahm sie in Bessans der komplett versammelten russischen Elite ab, die im Viererpack hinter ihr auf den Plätzen zwei bis fünf landete. Nur die routinierte Ex-Weltmeisterin Tatiana Ilioutchenko (21:14,0 min) kam dabei näher als eine Minute an die im Weltcup weiter klar dominierende Verena Bentele (20:39,4) heran. Nachwuchsläuferin Vivian Hösch belegte in 25:38,1 min Platz zehn.

Bei seinem einzigen Start bei den Weltcuptagen in Frankreich unterstrich auch der Sehbehinderte Frank Höfle seine gute Form. Mit Begleitläufer Johannes Wachlin konnte er im 10 Kilometer-Rennen zwar die beiden führenden Russen Nikolay Polukhin (28:19,8) und Evgeniy Safronov

(28:31,2) nicht gefährden. Er sicherte sich in 30:07,2 min aber mit großem Vorsprung auf Valery Kupchinskiy (31:20,2) den guten dritten Platz.

Ein Podestplatz lag für den Newcomer Tino Uhlig aus dem Nordschwarzwald im Rennen der stehenden Männerklasse zwar nicht in Reichweite. Doch er lieferte sich mit dem Kanadier Mark Arendz (30:41,1) und Michael Kurz aus Österreich (30:46,3) einen bis zu dem letzten Meter spannenden Dreikampf um Platz fünf, den Arendz knapp gegen Uhlig (30:42,7) für sich entscheiden konnte. Dass mit dem Weißrussen Siarhei Silchanka (31:10,7) und dem Norweger Svein Lilleberg (31:51,1) zwei etablierte Klassikläufer hinter ihm das Rennen beendeten, wurde von den Trainern aufmerksam registriert. Keine so große Überraschung war der 14. Platz des mehr auf Skating spezialisierten Thomas Oelsner (33:03,1).

Knapp ging es auf den Plätzen hinter dem Podium auch im Schlittenrennen der Frauen zu. Mittendrin auch Andrea Eskau, der im Kampf um Rang fünf aber beim vierten Einsatz binnen weniger Tage gegen Ende etwas die Kraft auszugehen schien. In 20:42,6 min erreichte sich nach fünf Kilometern Platz acht.

Im gleichen Rennen erreichte Anja Wicker den elften Rang (26:08,7), konnte sich wegen ihres Zeitrückstands aber keine Weltcuppunkte gutschreiben lassen. Das schaffte dagegen bei den Schlittenfahrern einmal mehr der junge Martin Fleig. In 39.41,2 min belegte er Platz 26.

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