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Dem Infekt getrotzt
19.12.2019 08:06
Biathlon Einzelrennen

Dem Infekt getrotzt

Martin Fleig gewinnt für sich selbst überraschend über 12,5 Kilometer. Im Ziel hat er 0,4 Sekunden Vorsprung vor Taras Rad. Clara Klug stürzt in einer Abfahrt und muss aufgeben.

Martin Fleig 2018 in Vuokatti

Geschwächt von einem Infekt, der ihn in den Tagen zuvor niedergestreckt hatte, und deshalb ohne jegliche Erwartungen ging Martin Fleig am Mittwochnachmittag ins erste Biathlon-Rennen der neuen Para Weltcup-Saison. Volles Risiko beim Schießen und ansonsten schauen, was geht – das war die von den Trainern ausgegebene Devise.

Was für den Gundelfinger dann tatsächlich ging, war gewaltig. Am Schießstand blieb er viermal fehlerlos und auf der Strecke lief es erstaunlich gut – bis zur dritten Runde. „Danach war es nur noch die Hölle. Im Ziel wusste ich gar nicht mehr, wer ich bin oder wo und warum“, scherzte er. Als die Orientierung zurück war, herrschten Staunen und Jubel. Fleig hatte das 15-Kilometer-Rennen der sitzenden Konkurrenz in 41:54.7 Minuten gewonnen.

Hauchzarte 0,4 Sekunden trennten ihn damit von Taras Rad aus der Ukraine, dem die Strafminute wegen seines einen Schießfehlers zum Verhängnis wurde. Der Kanadier Collin Cameron folgte in 42:00.8 Minuten auf Platz drei, vor einem russischen Trio. Dass den Sechsten Ivan Golubkov, den überragenden Akteur der ersten drei Para Langlauf-Rennen dieser Saison, lediglich 26,7 Sekunden von Fleig trennten, belegt, was für ein knapper Wettkampf es war.

Sensationell, fand der Bundestrainer Ralf Rombach das Ergebnis. Fleig bekundete ungläubig seine Überraschung. „Die Kälte hier in Norwegen macht mir unheimlich zu schaffen. Ich bin sehr froh, dass unser Plan mit dem Schießen aufging“, sagte er.

15-jährige Leonie Walter beste Deutsche

Ganz anders war die Gefühlslage bei Clara Klug (PSV München). Die blinde Dreifach-Weltmeisterin von Prince George 2019 verlor in einer Abfahrt die Kontrolle und stürzte folgenschwer. Ein Stock rammte sich in ihren Brustkorb; sie bekam keine Luft mehr. Noch vor dem ersten Schießen war das Rennen für sie und ihren Guide Martin Härtl (SK Nesselwang) beendet. „Das war ein Scheißeinstieg in die Saison, aber von nun an kann es nur besser werden“, sagte die 25-Jährige.

Bei den Frauen mit Sehbeeinträchtigung war der Weg damit frei für die russische Konkurrenz. Anna Panferova (mit Guide Vladimir Berezin) siegte vor zwei Landsfrauen. Beste Deutsche war etwas überraschend die 15-Jährige Leonie Walter (SC St. Peter) mit ihrem Begleitläufer Frank Wagner (TSG Reutlingen) auf Platz sieben. „Damit hätte ich niemals gerechnet. Vor allem mit meiner Schießleistung bin ich zufrieden“, sagte sie – und konnte das nach nur einem Fehler auch sein.

Ein Fehler mehr unterlief der Rückkehrerin Vivian Hösch (SV Kirchzarten, mit Guide Florian Grimm vom SSV Niedersonthofen), die damit Neunte wurde und auch angesichts des Sturzes ihrer Teamkollegin „froh war, „dass wir gut durchgekommen sind“. Die Strecken in Lillehammer sind anspruchsvoll, was es für vollblinde Athletinnen und Athleten noch schwerer macht. „Mittelmäßig zufrieden“ war Hösch deshalb mit ihrem Ergebnis. „Da geht noch mehr. Und ich hoffe, dass ich das bald zeigen kann“, sagte sie.

Etwas abgeschlagen auf dem zwölften Platz landete die vierte deutsche Starterin Johanna Recktenwald (mit Guide Jean-Luc Diehl, beide vom Biathlon-Team Saarland) – was angesichts der Vorgeschichte aber auch nicht anders zu erwarten gewesen war. Wie Fleig hatte die 18-Jährige eine Erkältung erwischt, wie der Teamkollege versuchte sie es trotzdem. Im Rennen plagten sie Schnupfen, Halsweh und Gliederschmerzen. „Ich habe mich total kraftlos gefühlt, wollte es aber trotzdem durchziehen.“ Das gelang – und obendrein ein fehlerloses Schießergebnis. „Darüber bin ich happy.“

Trio mit Pleiten, Pech und Pannen

Für die übrigen drei Deutschen war es ein Tag zum Vergessen. Alexander Ehler (SV Kirchzarten) wurde in der stehenden Konkurrenz beim Sieg des läuferisch herausragenden Russen Vladislav Lekomtsev vor Benjamin Daviet aus Frankreich und Ihor Reptyukh aus der Ukraine Elfter – weil ihm seine drei Schießfehler drei Strafminuten aufbrummten.

Nico Messinger (Ring der Körperbehinderten Freiburg) und sein Guide Robin Wunderle (SC Todtnau) wurden bei den Männern mit Sehbeeinträchtigung nach neun Schießfehlern Zwanzigster. „Ich habe mir durch die Kälte eine Blase am Zeigefinger geholt und kaum Gefühl beim Abzug. Aber auch läuferisch war ich in keiner guten Verfassung“, berichtete er. Der Sieg ging an Stanislav Chokhlaev aus Russland (mit seinem Guide Oleg Kolodiichuk).

Und auch Anja Wicker (MTV Stuttgart) vergab am Schießstand die Chance auf ein besseres Ergebnis als Rang acht bei den Frauen sitzend. Sie leistete sich vier Fehler. „Ich habe in der beginnenden Dämmerung die Scheiben nicht mehr richtig gesehen“, sagte sie. Immerhin: Läuferisch überzeugte sie beim US-amerikanischen Doppelsieg durch Kendall Gretsch und Oksana Masters.

Am Donnerstag geht der erste Para Weltcup des Winters mit dem Sprint-Rennen im Biathlon zu Ende.

Foto: Luc Percival. Alle Ergebnisse und Termine zum Weltcup gibt es auf den Seiten von World Para Nordic Skiing.

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